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Als Führung für die Y-Achse kommen Linearschienen zum Einsatz. Durch die hohen Tragzahlen und das geringe Gewicht der bewegten Massen ist eine sehr hohe Lebensdauer gegeben.

--> Die Führungen sind auf der unterseite des Trägers verdeckt montiert. Dadurch sind diese von direkter Schmutzbelastung abgeschirmt. Abstreifer am Führungswagen verhindern zudem ein Eindringen von Staub- und Metallpartikeln.

Zur Lagerung der X- und Z-Achse werden (gehärtete) V-Laufrollen auf gehärteten Wellen verwendet. Diese sind spielfrei einstellbar.

--> Durch die V-Form haben die Laufrollen nur Punktkontakt zur Welle. Auf den Führungen liegender Schmutz wird beiseite gedrängt und kann nicht die Führung verklemmen.

Der Einsatz dieser Führungsrollen hat sich besonders an exponierten Stellen (wie z.B. die Führung in der Nähe des Plasmabrenners, wo die Belastung durch Staub und hochspritzendes Wasser am größten ist) bewährt.

Zudem sind die Laufrollen problemlos austauschbar, sollte dennoch einmal Verschleiß aufgetreten sein.

Antrieb

Alle Achsen werden durch kräftig dimensionierte Schrittmotoren angetrieben. Durch den Einsatz digitaler Mikroschritt-Treiberkarten wird eine gute Dynamik und Laufruhe erzielt.

Schrittmotoren haben für diesen Einsatzzweck einige wesentliche Vorteile gegenüber einem Servosystem:

  • deutlich höheres Drehmoment bei vergleichbarer Baugröße, ein teures Präzisionsgetriebe ist nicht erforderlich
  • wesentlich einfachere, störunempfindlichere Technik (kein Encoder, kein Tuning), dadurch deutlich günstiger im Austauschfall
  • kein Problem bei Überlastung (kein Durchbrennen), die Achse verliert bei Kollission/Überlastung sofort an Kraft, dadurch geringeres Gefährdungspotential

Als Antriebselement kommen HTD-Zahnriemen zum Einsatz. Diese haben für das Plasmaschneiden viele positive Eigenschaften:

  • unempfindlich gegenüber Schmutz
  • Spielarmut
  • Standardkomponente, dadurch niedrige Ersatzteilkosten

Das häufig angesprochene Argument, Zahnriemen sind ungenau und weisen nach kurzer Zeit Toleranzen im mm-Bereich auf, kann getrost ins Reich der Märchen verbannt werden. Da nur relativ geringe Massen bewegt werden (anders als z.B. bei Fräsmaschinen), treten auch nur kleine Kräfte durch Beschleunigen und Abbremsen auf. Mit korrekt ausgelegten Zahnriemen ergibt sich eine sehr geringe Dehnung und somit auch eine geringe Toleranz. Nicht ohne Grund verwenden wir seit Jahren in unseren Anlagen Zahnriemen namhafter Hersteller mit Stahl- oder Carbonfaserzugstrang. Teilweise sind diese Anlagen im Schichtbetrieb im Einsatz - ohne Probleme.

Das Portal ist selbverständlich beidseitig angetrieben. Beide Seiten sind durch eine Koppelwelle starr miteinander verbunden, so dass ein Verklemmen und Verziehen der Brücke bei einer Kollission oder bei einwirkenden Kräften im stromlosen Zustand ausgeschlossen ist.

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